Reinhart Richter zu Möglichkeiten kulturpolitischer Entwicklung in Osnabrück

Dieser Artikel präsentiert eine Dokumentation der Veranstaltung "Strategische Kulturpolitik in Osnabrück - Defizite und Anforderungen" am 15. März 2010 in der Lagerhalle. Sie finden hier eine mp3 Datei der gesamten Veranstaltung und ein kurzes Gedächnisprotokoll zu einigen wichtigen Punkten.


Der Verein freier Kulturträger in Osnabrück e.V. hat den selbständigen Verwaltungs- und Politikreformberater und ehemaligen Kulturamtsleiter der Stadt Osnabrück Reinhart Richter zu einem Referat eingeladen. Die Veranstaltung stand in einem direkten Bezug zu Äußerungen der Stadträtin Frau Ryzski und des Oberbürgermeisters Pistorius in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 2. 2. 2010. Reinhart Richter nutzte einige Aussagen aus dem Interview zu einer Analyse des Ist-Standes und möglicher Perspektiven.

R. Richter machte deutlich, daß ihm an einer systematischen Vorgehensweise gelegen ist und warb für eine Kulturentwicklungsplanung mit starker bürgerschaftlicher Beteiligung. Dieser Prozeß beginne mit einer Bestandsanalyse, in ihm müssten unbedingt die von außen auf die Stadt einwirkenden Faktoren mit berücksichtigt werden. Ein solcher Prozeß sei mit überschaubarem Aufwand in 6 bis 9 Monaten zu bewältigen, die dazu nötigen Schritte skizzierte er in seinem Vortrag. Sollten Politik und Verwaltung einem solchen Verfahren ablehnend gegenüberstehen, könne es die Bürgerschaft auch in Eigenregie organisieren und durchführen.

Die größte Herausforderung für ihn ist, die jungen engagierten Menschen in der Stadt zu halten, denn sie schaffen die Innovationen der Zukunft. Der vorherrschende Trend sei eine starke Abwanderung in die Großstädte, vor allem nach Berlin. Für diese Menschen und auch für junge Beschäftigte innovativer Unternehmen, die nach Osnabrück kommen sollen, sei eine starke und vielfältige unabhängige Kulturszene ein starkes Argument. Die Stärke der Kulturszene bestehe gerade in ihrer Vielfalt.

Insgesamt stellte sein Vortrag den Versuch einer Analyse und Perspektivgewinnung auf dem Boden von Sachlichkeit und Konstruktivität dar. Nur bei den direkt auf die Äußerungen von OB und Dezernenten bezogenen Ausführungen, die er als sachlich nicht richtig betrachtet, wurde ein wenig deutlich, daß der Mensch Reinhard Richter wohl zunächst von ihnen richtig getroffen war.

Sein Vortrag wurde immer wieder durch ergänzende Äußerungen aus dem Publikum und von angeregten Diskussionen unterbrochen.

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Ergänzung am 19.03.2010: Die pdf Datei der Präsentation von Reinhart Richter zum download.
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download Vortrag Reinhart Richter, Strategien kulturpolitischer Entwicklung in Osnabrück, 15.03.2010

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Referent: Reinhard Richter
Einführung: Klaus Thorwesten
Diskussionsleitung: Lioba Meyer
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Artikel + Dokumentation: Holger Schwetter

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